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Samstag, 16. Dezember 2017 19:48

Die große Chronik

1922 - Schwerer Stand für ”Balltreter in kurzen Hosen“

”Balltreter in kurzen Hosen“ haben einen schweren Stand. Für die Turner des damaligen TuS (heute TV 1908 Kall), deren Sportart ein hohes Ansehen genießt, passen Fußballer nicht so recht in das Bild eines ”echten Sportlers“. Die Antipathie weitet sich in einen echten Dorfkrach aus. Die Kicker lassen sich jedoch nicht beirren, gründen eine eigene TuS-Fußballabteilung und laden für den Sonntag nach Ostern die 2. Mannschaft des Euskirchener SC (ESC) zu einem Freundschaftsspiel ein. Am 17. Juni ist der SV Köln-Mülheim in Call zu Gast. Erste Heimspiel-Stätte ist eine Wiese gegenüber dem Caller Ehrenmal, die sogenannte ”Gemünder Wiese“. Und siehe da: Nach und nach wird der Fußball auch in Call salonfähig. Noch unter dem Namen TuS entstehen drei spielfähige Mannschaften, denen es aber zunächst noch an elementaren Dingen (Trikots oder Bälle) fehlt. Bei einer laut Einladung äußerst wichtigen Mitgliederversammlung am 10. Juni im Gasthaus Gräfen kommt es dann zum endgültigen Bruch der Fußballer mit dem TuS. Der Streit mit den Turnern spitzt sich bei dieser Versammlung derart zu, dass für die Fußballer die Gründung eines eigenen Vereins beschlossene Sache ist. Im Billardzimmer des Hotels Nesgen setzen sich dann zwischen dem 8. und 21. August 18 junge Caller zusammen, um den ”Caller Sportclub 1922“ (CSC) aus der Taufe zu heben. Zu den ”Gründungsvätern“ gehören: Karl und Walter Bruch, Ernst von Blumenstein, Van Dries, Josef Friesen, Josef Frings, Johann Göbbel, Fritz Gossen, Hermann Gräfen, Jean Hövener, Peter Keller (als erster Schriftführer), Josef König, Wessel Mennenga (als erster Kassierer), Paul Liebertz, Hermann Nesgen, Georg Schäferhoff (als erster Vorsitzender), Heinrich Strunk, Wilhelm Vierhaus, Hermann und Josef Zander.

Zum ersten offiziellen Mannschaftsbild des Caller SC stellen sich: Betreuer Ernst von Blumenstein, Josef Friesen, Hubert Inden, Willi Inden, Helmut Inden, Jean Hövener, Karl Bruch, Fritz Gossen, Albert Windeck, Walter Schulte, Heinrich Strunk, Albert Maevis.

1923 - 7 Fahrräder für 11 ”eisenharte“ CSC-Jungs

Bei zahlreichen Freundschaftsspielen zieht sich die erste Mannschaft des Caller SC recht achtbar aus der Affäre. Zu den Auswärtsspielen fahren die Kicker mit dem Zug oder sofern vorhanden mit dem Fahrrad. So erhält zum Beispiel ein CSC-Kicker am 6. Juni 1923 folgende Einladung: ”Für das am 10. Juni in Firmenich stattfindende Gesellschaftsspiel sind sie als Verteidiger aufgestellt. Abfahrt um 12 Uhr ab Hotel Rolland (heute ”Eifeler Hof“) per Rad.“ Allerdings haben die elf Spieler der ersten Mannschaft nur 7 Fahrräder. Trotzdem kommt man zu den Auswärtsspielen in Kommern, Schwerfen, Euskirchen, Köln (!) oder auch Düsseldorf-Hilden (bis Köln mit dem Rad und dann weiter mit dem Zug) immer pünktlich: Sieben ”radelnde“ Fußballer fahren los, vier von ihnen legen ihre Räder hinter der Wallenthaler Höhe in den Graben und gehen zu Fuß weiter. Die vier verbliebenen Fußgänger, die von Call aus tippeln mussten, holen die Räder aus dem Graben, überholen die anderen vier Fußgänger und legen eine Strecke weiter die Räder wieder in den Graben, um zu Fuß weiterzulaufen. Vom Rad geht es dann sofort auf den Platz, wo die CSC-Elf trotz strapaziöser Anreise zumeist eine gute Figur macht.

1924 - Die erste ”Eifel-Meisterschaft“

Der erste Titel der noch jungen Vereinsgeschichte: Der CSC gewinnt die Eifel-Meisterschaft. Im Vergleich mit der 3. Mannschaft des Euskirchener BC setzt es aber dennoch eine 1:5-Pleite. Die ”Euskirchener Zeitung“ schreibt wörtlich: ”Call war ein eifriger Gegner am Ball, jedoch die richtige Behandlung desselben fehlt ihm und ist infolgedessen dem EBC nicht gewachsen!“


1925 - CSC zeigt sich von seiner ”jecken“ Seite

Der Caller SC wird auch außerhalb des sportlichen Sektors aktiv und richtet am 23. Februar erstmals einen Maskenball zum Rosenmontag im Hotel Rolland aus.


1926 - 1000 Zuschauer am ”Golbacher Weg“

Rund 500 Zuschauer verfolgen am 14. März auf dem Sportplatz ”Golbacher Weg“ das entscheidende Spiel um die Eifel-Meisterschaft: Der Kaller SC (erstmals mit K) schlägt den zwei Punkte im Rückstand liegenden VfL 21 Gemünd überaus deutlich mit 6:0.


1927 bis 1933 - Weg zur Eifel-Meisterschaft führt nur über den KSC

Der Weg zur Eifelmeisterschaft führt Jahr für Jahr nur über den Kaller SC, der sich schon recht früh zu einem echten Aushängeschild des Eifeler Fußballs entwickelt. Über die Pfingsttage 1927 gastieren die Teams von Köln-Weiden I und II, der Mülheimer Sportverein 06 und die Spielvereinigung 07 Köln-Sülz zu Freundschaftsspielen auf dem Sportplatz ”Golbacher Weg“. Der Kaller SC schickt zu diesem überregionalen Vergleich zwei Mannschaften ins Rennen.

Etwa um 1930 wird mit dem Bau des Waldstadions begonnen. Nicht weniger als 50 000 cbm Erde müssen bewegt werden, um durch das Abtragen des Hanges und Auffüll-Arbeiten ein sportplatztaugliches Plateau zu erhalten. Die KSC-Mitglieder stecken nahezu ihre gesamte Freizeit in das ”Stadion-Projekt“.


1934 - Erster offizieller Kreismeister-Titel

Der Kaller SC baut seine sportliche Vormachtstellung im Sportkreis Schleiden sowie in der Region Eifel weiter aus und darf sich erstmals offiziell ”Kreismeister“ nennen.

Das erste Kreismeister-Team des Kaller SC: Walter Schröder, Josef Schüttler, Michael Schüttler, Franz Wegmann, Toni Schüttler, Hermann Walber, Hermann Krapohl, Josef Hohn, Ludwig Greven, Hermann Hohn, Willi Brandner, Erich Perlstein.


1935 - 4:0-Pokalfinal-Sieg gegen Mechernich-Roggendorf

Durch einen vor allem in dieser Höhe unerwarteten 4:0-Erfolg gegen den 1.FC Mechernich-Roggendorf wird der Kaller SC auch Pokalkreismeister
in der vielbeschäftigten KSC-Hintermannschaft überragt Torwart Backes.


1936 bis 1939 - KSC baut seine Erfolgsbilanz weiter aus

Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges baut der Kaller SC seine Erfolgsbilanz auf insgesamt fünf Kreismeistertitel im Sportkreis Schleiden aus.

Die KSC-Elf Ende der dreißiger Jahre: Peter Backes, Josef Müller II, Alfred Nüsgen, Willi Kruff, Rudi Dohr, Hans Skolarsky, Hermann Walber, Franz Wegmann, Hans Drimborn, Erich Marquis, Severin Züll.


1948 - Fusion zur Sport-Gemeinschaft (SG) Kall-Golbach

Nach den verheerenden Kriegsjahren knüpft der Kaller SC am 20. Juni (Währungstichtag) durch ein 3:2 im Kreismeisterschafts-Finale gegen den SV Kallmuth (in Schleiden-Wiesgen) nahtlos an die sportlichen Erfolge der 30er Jahre an.

Das Meister-Team: Fußballobmann Heinrich Strunk, Josef Schmitz, Erich Schmitz, Walter Gäs, Hermann Ley, Hubert Michels, Ludwig Bons, Vorsitzender Wilhelm Peetz, Franz ”Büb“ Klein, Hermann Walber, Siegfried Mogalle, Hans Müller, Hans Drimborn.

Um weiterhin eine schlagfertige Truppe stellen zu können, geht der Kaller SC eine Fusion mit dem SSV Golbach zur ”Sportgemeinschaft (SG) Kall-Golbach“ ein. Weitere Erfolge und ein deutlicher Aufschwung sollten sich schon bald einstellen. Zum Meisterschaftsspiel gegen den FC Scheven kommen am 18. November über 500 Zuschauer auf den Schützenplatz. Die Kaller gewinnen mit 5:1 in folgender Besetzung: Janoschka (Tor), Pütz, Klinkhammer (Verteidiger), Mogalle, Kühl, Gölden (Läufer), Josef Schmitz, Becker (Halbstürmer), Gäs, Marquis, Erich Schmitz (Stürmer). In Kall wird zeitgleich mit dem Aufbau einer Jugendabteilung begonnen, besondere Verdienste erwerben sich dabei Fritz Matheoszat, Fritz Landsberg, Adolf Noel, Hermann-Josef Hoffmann und Willi Graf.


1950 - Hervorragende Jugendarbeit trägt erste Früchte

Die ersten Früchte der Jugendarbeit werden geerntet: In einem denkwürdigen Spiel der ersten Runde der Rheinlandbezirksmeisterschaft muss sich die A-Jugend des Kaller SC im Waldstadion knapp mit 2:3 Alemannia Aachen geschlagen geben. Die SG Kall-Golbach spielt in folgender Aufstellung: Lorenz Geschwind (Tor), Helmut Peetz, Hans-Josef Kirfel, Fritz Hochgürtel, Karl-Heinz Abel, Peter Pütz, Fritz Hannes, Hermann-Josef Schneiders, Werner Schumacher, Alois Backes, Jakob Oster. Die Kall-Golbacher Tore erzielten Schumacher und Schneiders. In den Folgejahren werden insgesamt sechs Jugend-Titel (Kreismeister, Kreispokalsieger) nach Kall geholt. Eine Kreisauswahl ohne fünf bis sechs Kaller ist zu dieser Zeit undenkbar.


1951 - SG Kall-Golbach im ”Torrausch“: 110:25 Tore

Die Saison 1950/51 geht als eine der überragendsten Spielzeiten in die KSC-Geschichte ein: Nach 22 Meisterschaftsspielen steht die SG Kall-Golbach bei nur einer Niederlage gegen den TSV Blankenheim mit 42:2 Punkten und 110:25 Toren unangefochten auf Platz 1 und sichert sich somit mehr als souverän einen weiteren Kreismeister-Titel. Bei den Aufstiegsspielen in die Bezirksklasse muss sich das Team allerdings dem TuS Chlodwig Zülpich und dem SSV Weilerswist geschlagen geben.

Das Ausnahme-Team spielt in folgender Besetzung: Walter Gäs, Josef Schmitz, Philipp Könn, Werner Schumacher, Karl Klinkhammer, Ludwig Bons, Hans Drimborn, Siegfried Mogalle, Josef Kühl, Erich Schmitz, Erich Marquis.


1952 - In der Bezirksklasse fasst der KSC nur schwer Fuß

Die Golbacher Kicker ziehen sich mehr und mehr aus einer guten Zusammenarbeit zurück. Es bleiben nur noch zwei aktive Spieler und wenige Inaktive übrig, so dass bei der Mitgliederversammlung am 18. März dem Antrag vieler KSC-Mitglieder entsprochen wird, den alten Vereinsnamen ”Kaller Sport-Club“ wieder einzuführen. Der schlechte Zustand des Zufahrtsweges zum Waldstadion hält manchen KSC-Fan vom Besuch der Spiele ab. Mit der Instandsetzung dieses Weges beginnt auch sukzessive die Vergrößerung der gesamten Anlage. Dabei werden in Eigenleistung 20 000 cbm Erde durch Räummaschinen bewegt. In der Bezirksklasse fasst der Kaller SC nur schwer Fuß, der Aufstieg gelingt öfters, doch steigt der Club meistens nach nur einjähriger Zugehörigkeit wieder ab.


1955 - Erster Sieg gegen scheinbar übermächtigen SC Euskirchen

Im Fußball-Kreis Schleiden heißt es dagegen: Immer wieder Kaller SC: Auch in der Spielzeit 1954/55 kommen die Schwarz-Weißen zu Kreismeister-Ehren. Der heutige KSC-Ehrenvorsitzende Ernst Schneiders gehört der erfolgreichen Mannschaft als Verteidiger an. In der darauffolgenden Bezirksklassen-Saison 55/56 gelingt im Euskirchener Auel ein echter ”Husarenstreich“: Mit 4:2 wird der scheinbar übermächtige SC Euskirchen bezwungen.

Kreismeister 1955:Hermann-Josef Schneiders, Peter Pütz, Helmut Peetz, Alois Backes, Karl Klinkhammer, Willi Graf, Josef Schmitz, Günter Strang, Hans-Josef Kirfel, Alois Müller, Ernst Schneiders.


1957 - Abschied vom ehrwürdigen ”Waldstadion“

Abschied vom ehrwürdigen Waldstadion, dem Synonym für ”Heimstärke“: Nach jedem größeren Regenfall präsentiert sich die idyllisch gelegene Spielstätte, heute längst aufgeforstet, in einem katastrophalen Zustand. Dringend notwendige Instandsetzungsarbeiten wären zu teuer, der KSC-Vorstand beschließt somit den Abschied vom Waldstadion.


1960 - ”Nachschub“ für den Trophäenschrank

In der Besetzung Franz-Josef Müller, Alois Backes, Josef Mathia, Michael Stein, Dieter Müller, Josef Graf, Franz Stein, Günther Michels, Fritz Strunk, Hermann-Josef Schneiders und Ernst Schneiders sorgt die 1. Mannschaft des KSC einmal mehr dafür, dass die Schleidener ”Fußball-Krone“ (Kreismeisterschaft) ihren Platz erneut im Kaller Trophäenschrank findet.


1962 - ”Meisterstück“ bei Hertha Reetz

Der KSC sammelt weiter eifrig Titel: Im letzten Saisonspiel am 13. Mai gegen die Reetzer Hertha wird souverän mit 9:0 der entscheidende Sieg ”eingefahren“.

Im KSC-Aufgebot von 1962 stehen: Mathias Johanns (Tor), Ernst Derks und Ernst Schneiders (Verteidiger), Peter Henk, Karl-Heinz Nowacki, Günther Michels (Läufer), Helmut Müller, Dieter Müller, Hermann-Josef Schneiders, Rudolph Greuel, Josef Graf (Stürmer).

Beim Sportfest zum 40-Jährigen warten die Schüler- und Jugendmannschaften des KSC mit guten Leistungen auf. Die ”Erste“ schlägt in einem Einlagespiel TuRa Dieringhausen nach 0:2-Rückstand noch deutlich mit 6:2 (Tore: Hermann-Josef Schneiders 2, Helmut Müller 2, Voigt, Sistermanns). Im ”Topspiel“ unterliegt eine Schleidener Kreisauswahl (u.a. mit Karl-Heinz Nowacki und Josef Graf) Rhenania Würselen knapp mit 2:3.


1963 - Junioren im Kreismeisterschafts-Finale ”eiskalt“

Die KSC-Junioren werden nach einem Endspiel-Erfolg über die TuS Mechernich Kreismeister.

Die Meister-Elf: Ewald Hannes, Reiner Schiefelbein, Dieter Huppertz, Erich Wilms, Rudolf Landsberg, Friedel Schmitz, Hans Zöllner, Manfred Söns, Jugendobmann Adolf Noel, Hans-Dieter Müller, Rolf Schmidt, Eberhard Macherey, Karl-Peter Weiß, Helmut Graf.


1968 - A-Junioren liefern Bonner SC einen ”heißen Tanz“

Im Mittelrhein-Pokal liefern die A-Junioren des Kaller SC dem Bonner SC einen ”heißen Tanz“: Nach 80 packenden Minuten fällt die Niederlage mit 1:2 (Tor für den KSC: Jungen) denkbar knapp aus. Kreisübungsleiter Förster nach dem Spiel: ”So stark habe ich den KSC noch nie gesehen.“


1969 - KSC unterstreicht seine ”Ausnahme-Stellung“

Der Kaller SC wird seiner ”Ausnahme-Stellung“ im Fußball-Kreis Schleiden erneut gerecht. Der Kreismeister-Titel nach der Saison 1968/69 ist die logische Folge einer top-besetzten Mannschaft.

Kreismeister 1969: Betreuer Hubert Vieth, Helmut Müller, Willi Graf, Gerd Jansen, Friedel Schmitz, Karl Linder, Manfred Scherf, Ewald Hannes, Trainer Karl-Heinz Bock, Paul-Günter Müller, Josef Müller, Mathias Johanns, Karl-Heinz Nowacki, Josef Graf.


1972 - Trainer Stibolitzky setzt auf die Jugend

Die C-Junioren um Trainer Willi Graf holen im Jubiläumsjahr wenigstens einen Kreismeistertitel nach Kall (2:1 im Endspiel gegen die SG Oleftal). Bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen übermittelt Vorsitzender Tanas vom Kreis-Fußball-Ausschuss auch die Glückwünsche des Fußball-Verbandes Mittelrhein und lobt ausdrücklich die gute Jugendarbeit. So habe gerade der Kaller SC viele Auswahlspieler hervorgebracht, die teilweise sogar in der Regionalliga Verwendung gefunden hätten. KSC-Vorsitzender Ernst Brucker zum Gold-Jubiläum: ”Mit 50 fängt das Leben doch erst an...“ Er sollte recht behalten. Unter ihrem neuen Trainer Raimund Stibolitzky verliert eine neu formierte KSC-Mannschaft (mit vielen Nachwuchsspielern) im Rahmen des Jubiläums-Sportfestes mit 1:4 gegen den SV Prüm (Bezirksklasse Rheinland-Pfalz). Das Kaller Führungstor erzielte der ”vielversprechende Rechtsaußen“ (Rundschau) Ferdi Reger, später Vorsitzender im Verein.


1973 - Aufstieg in die Bezirksliga

Der Kaller SC ist wieder die Nummer 1 im Fußball-Kreis Schleiden
die erfolgreiche Meister-Mannschaft: Detlef Schirmer, Reiner Mogalle, Franz-Josef Heinen, Karl-Heinz Nowacki, Josef Graf, Paul-Günter Müller, Ferdi Reger, Peter Berbuir, Hans-Dieter Müller, Josef Müller, Manfred Scherf, Trainer: Raimund Stibolitzky, Betreuer: Demetrio Crea. Im gleichen Jahr gelingt der Aufstieg in die Bezirksliga, aus der man nach einjähriger Zugehörigkeit allerdings wieder absteigen muss. Die Kaller ”Schüler-Mannschaft“ feiert wie schon im Jahr zuvor das Double im Fußball-Kreis Schleiden (Meisterschaft und Pokal). Im Pokalfinale siegt man durch einen Treffer von Helmut Hoffmann mit 1:0 gegen die SG Oleftal.


1977 / 1979 - ”Hattrick“ im Schleidener Kreispokal

Ein echter ”Hattrick“: Der Kaller SC gewinnt dreimal in Folge den Schleidener Kreispokal.


1977 - Legendäre A-Jugend wird Mittelrhein-Pokalsieger

Die legendäre A-Jugend des Kaller SC belegt den 2. Platz in der Mittelrhein-Verbandsklasse. Erst durch ein 0:3 am letzten Spieltag gegen Alemannia Aachen wird der Staffelsieg und somit der Sprung ins Endspiel verpasst. Entschädigt werden die Kaller Junioren jedoch mit dem Mittelrhein-Pokalsieg: Nacheinander werden die Teams von Merkenich, Beuel 06, VfL Erp, Schwarz-Weiß Köln sowie Burtscheider TV Aachen (2:0-Endspielerfolg) besiegt, was zugleich die Qualifikation für den Westdeutschen Fußballpokal bedeutet. Erst im Halbfinale ist die A-Jugend des FC Schalke 04 eine Nummer zu groß für die Jungs von Trainer Raimund Stibolitzky: In der Glückauf-Kampfbahn setzt es eine deutliche 0:7-Klatsche für den KSC. Nach der Saison rücken Engel, Crea, Ley, Ross, Krings und Hannes in die ”Erste“ hoch und sorgen dafür, dass das Durchschnittsalter der Kreisliga-Mannschaft auf 19,6 Jahre (!) sinkt. Die 77er-A-Junioren-Mannschaft, die als erfolgreichstes Junioren-Team in die Kaller Fußball-Geschichte eingeht: Betreuer Demetrio Crea, Bernd Schroe, Ernst Engel, Frank Lennartz, Friedhelm Hannes, Manfred Lennartz, Frank Ross, Dietmar Mogalle, Josef Peters, Co-Trainer Josef Mertens, Trainer Raimund Stibolitzky, Fan Michael Ross, Enrico Crea, Werner Ley, Manfred Schmitz, Karl-Heinz Krings, Ralf Schmitz.


1978 - Auf Kreisebene zu stark; Rückkehr in die Bezirksliga

Endlich! Dem Kaller SC gelingt nach einer überragenden Saison die Rückkehr in die Bezirksliga (bis 1991 spielt der KSC dann auch ununterbrochen in der Bezirks- oder Landesliga). In der Abschluss-Tabelle geben 50:2 Punkte (nur zwei Unentschieden) Aufschluss über die allzu deutliche Überlegenheit der Schwarz-Weißen auf Kreisebene.


1979 - ”Pokal-Krimis“ gegen die TuS Mechernich

Mit einem 3:1 nach Verlängerung in der Wiederholung (zuvor 1:1 n.Verl.) des Kreispokal-Endspiels gegen die TuS Mechernich gewinnt der Kaller SC zum dritten Mal in Folge den Schleidener Kreispokal. Eine überragende Partie macht Verteidiger Willi Möres, der zudem mit seinem Treffer zum 2:1 die Weichen auf Sieg stellt. Weitere KSC-Torschützen sind H.-J. Lingscheidt und Hacky Lückerath. Bei Endspielgegner TuS Mechernich fehlt Torjäger Willi Küpper (Urlaub), späterTrainer der jungen Landesliga-Truppe des KSC.


1983 - KSC am Ziel seiner Träume: 1. Landesliga-Aufstieg

Der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist perfekt: Unter Trainer Peter Decker steigt der Kaller SC als zweite Mannschaft aus dem Fußball-Kreis Schleiden (nach der SG Oleftal im Jahr 1969) in die Landesliga auf. Die Mannschaft schießt die meisten Tore (77), ”kassiert“ die wenigsten Gegentore (17 in 30 Spielen) und fängt somit mit 45:15 Punkten in der Bezirksliga (Staffel 4) den VfL Euskirchen, Germania Vossenack (jeweils 40:20) und den VfL Erp (39:21) noch recht deutlich auf der Zielgeraden ab. Bester Torschütze der Kaller wird Jochen Förster mit 27 Treffern.

Der ”große Wurf“ gelingt folgendem Team: Trainer Peter Decker, Helmut Engel, Werner Ley, Jochen Förster, Werner Herbrand, Friedhelm Hannes, Anno Schmitz, Hermann-Josef Lingscheidt, Frank Ross, Betreuer Karl Hannes, Hans Dürscheid, Thomas Ross, Hubert Breuer, Ferdi Reger, Bert Zelleken, Walter Herr, Kapitän Peter Berbuir. Bei der Meisterfeier auf dem Sportplatz spielt bei strahlendem Sonnenschein der Musikverein Kall auf. Das Bier fließt in Strömen
echte Volksfest-Stimmung in Kall. In die Gratulantenschaar reihen sich auch Bürgermeister Werner Schumacher und Ortsvorsteher Hermann-Josef Logen ein. Derweil wertet Vorsitzender Ernst Schneiders das sonnige Wetter als ”Gratulation des Himmels“.


1984 - Platz 4 übertrifft alle Erwartungen

Das erste Landesliga-Jahr übertrifft alle Erwartungen: Der Kaller SC nimmt in der Abschluss-Tabelle einen hervorragenden 4. Platz ein.


1985 - Im verflixten zweiten Jahr erwischt es den KSC

Eine alte Fußballer-Weisheit soll sich bewahrheiten: Das zweite ist für einen Aufsteiger doch das schwerere Jahr: Der Kaller SC muss den bitteren Gang zurück in die Bezirksliga antreten.


1986 - ”Sir George“ Keßler mit seinem FC zu Gast in Kall

Der Kaller SC gewinnt einmal mehr den Schleidener Kreispokal. Bundesligist 1.FC Köln gastiert mit der Lizenzspielermannschaft (u.a. mit Illgner, Prestin, Steiner, Hässler, Bein und Lehnhoff) am 28. Juni im Kaller Grenzlandstadion und besiegt eine Schleidener Kreisauswahl, in der auch die KSC-Akteure Peter Berbuir (Tor), Hermann-Josef Lingscheidt und Friedhelm Hannes sowie Werner Ley (Sportfreunde Marmagen-Nettersheim) und Willi Möres (TuS Mechernich) zum Einsatz kommen, mit 7:0. 1200 Zuschauer verfolgen die Partie und gehen nach dem Schlusspfiff auf Autogramm-Jagd. Trainer des FC ist übrigens ”Sir George“ Keßler; Co-Trainer ist ein gewisser Christoph Daum.

Wimpeltausch der Kapitäne: Peter Berbuir (Kaller SC/Kreisauswahl) und Paul Steiner (1.FC Köln) mit Schiedsrichter Georg Dardenne.


1987 / 1992 - ”Hallen-Rastellis“ mit Kreismeister-Abo

In den Reihen des Kaller SC kicken echte ”Hallen-Rastellis“: Im Abo (fünfmal in Folge) ”bucht“ die ”Erste“ den offiziellen Titel ”Hallenkreismeister im Fußball-Kreis Schleiden“. In einem der spannensten Endspiele in der Geschichte der Hallenkreismeisterschaft wird im 92er-Finale der SV Sötenich in die Knie gezwungen. KSC-Trainer Willi Möres und TO Uli Jansen schwärmen: ”Eine Werbung für den Hallenfußball.“


1987 - Zurück in der Landesliga: Aufstieg Teil 2

Mit einem 6-Punkte-Vorsprung (auf Frankonia Broich) bei 21 Siegen, 6 Unentschieden und nur 3 Niederlagen (48:12 Punkte, 60:30 Tore) gelingt als Meister der Bezirksliga (Staffel 4) äußerst souverän der zweite Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte. Ein Erfolg, den man dem KSC vor Saisonbeginn nicht so recht zugetraut hatte. Bei der verregneten Meisterfeier im Anschluss an das letzte Saisonspiel gegen den SV Welz (4:2) gibt es vor allem für einen Mann ”Standing Ovations“
die Fans feiern Erfolgstrainer Raimund ”Stibo“ Stibolitzky und hoffen, dass er auch weiter für den sportlichen Aufschwung in Kall Sorge trägt. Bürgermeister Werner Schumacher richtet einen Appell an die Spieler, weiterhin eine verschworene Gemeinschaft zu bleiben.

Den zweiten Landesliga-Aufstieg perfekt machen: Trainer Raimund Stibolitzky, Betreuer Josef Zavrsnik, Jochen Förster, Anno Schmitz, Andreas Lachnit, Norbert Derichsweiler, Hermann-Josef Lingscheidt, Friedhelm Hannes, Wolfgang Arens, Uli Claßen, Paul Offerzier, Uwe Müller, Hans-Peter Schäfer, André Groß, Marc Keil und Ralf Claßen. Der Kaller SC ist zudem mächtig stolz auf seine Jugendabteilung: Auf dem Feld und in der Halle gehen 13 von 15 möglichen Titel nach Kall. Eine wirklich eindrucksvolle Bilanz.


1988 - Absteiger KSC wird zum ”Pokal-Schreck“

Nach nur einjähriger Zugehörigkeit muss der Kaller SC die Segel in der Landesliga wieder streichen: Der Abstieg ist unvermeidbar. Im November rutscht das Team sogar auf einen Abstiegsplatz in der Bezirksliga ab. Dafür gelingt im Mittelrhein-Pokal eine kleine Sensation. Durch ein Tor von Helmut Huppertz (115. Minute) besiegt der Kaller SC in der 1. Runde Verbandsligist Borussia Brand mit 1:0 nach Verlängerung. Zuvor gewinnen die Schwarz-Weißen durch ein 10:9 nach Elfmeterschießen gegen die DJK Glehn-Hostel den Kreispokal 88/89.


1989 - Gerda Jansen: Erste Frau im KSC-Vorstand

Der KSC bleibt seinem Ruf als ”Pokal-Schreck“ treu: Mit einem 2:0-Heimsieg (Tore: Helmut Huppertz und Uwe Müller) wird mit der SG Düren 99 der zweite Verbandsligist aus dem laufenden Wettbewerb des Mittelrhein-Pokals geworfen. Trainer Karl-Heinz Claßen ist stolz auf sein Team: ”Ein Zwei-Klassen-Unterschied war nie erkennbar.“ Zum ersten Mal in der 67-jährigen Vereinsgeschichte wird eine Frau in den KSC-Vorstand gewählt: Gerda Jansen übernimmt den Posten der Geschäftsführerin.


1992 - Idee zur SG ”Jugend“ Urfttal soll sich bewähren

Im Fußball-Jugendbereich macht der Kaller SC gemeinsame Sache mit dem SV Sötenich, SSV Golbach, SV Rinnen, FC Keldenich und FC Scheven. Im März wird die SG ”Jugend“ Urfttal gegründet. Die Idee soll sich in den Folgejahren bewähren. In allen Altersklassen kann die SG mindestens eine Mannschaft melden. Das Motto: ”Jeder Junge oder auch jedes Mädchen sollen bei uns die Möglichkeit bekommen, mit Freude Fußball zu spielen.“ Auch erste Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Es ”hagelt“ bis zum heutigen Tag Kreismeister- und Kreispokal-Titel. Zudem gelingt bei den A-, B- und C-Junioren gleich mehrfach der Aufstieg in die Jugend-Bezirksliga.


1993 - Der Tiefpunkt: KSC vor Sturz in 2. Kreisklasse

Der absolute Tiefpunkt der jüngeren KSC-Geschichte: Erst im Endstadium der Kreisliga A-Saison sichert sich das Team um Trainer Willi Küpper den Klassenerhalt. Über weite Strecken drohte der Absturz in die zweite Kreisklasse.


1994 - Gut erholt: Als Vize-Meister knapp am Aufstieg vorbei

Vom Abstiegskandidaten hat sich der Kaller SC wieder zum ernsthaften Titelaspirant in der Kreisliga A gemausert. In der Schlussabrechnung muss man als Tabellen-Zweiter lediglich dem FC Dollendorf/Ripsdorf den Vortritt lassen.


1995 - Küpper-Team ist das ”Nonplusultra“ der Kreisliga A

Mit nur sechs Gegentoren ist der Kaller SC das ”Nonplusultra“ in der Kreisliga A Schleiden. Ohne Niederlage (24 Siege, 6 Unentschieden) gelingt dem Team um Trainer Willi Küpper und Kapitän Michael Wargenau die Rückkehr in die Bezirksliga. Und auch der Kreispokal geht nach Kall: 1:0-Finalsieg gegen den TSV Feytal durch das Gold-Tor von Frank Schmitz.

Der unbesiegbare Kreisliga-Meister:Trainer Willi Küpper, Dieter Huppertz, Marco Gerth, Frank Schmitz, Michael Jentges, Guido Stein, Willy Bayard, Stephan Zausch, Markus Hrziwnak, Helmut Bierschenk, Rudi Pütz, Michael Wargenau, Masseur Stefan Rickauer, Robert Wilkens, Uwe Müller, Mike Thai-Hung, Achim Saßmann, Wilfried Becker, Dieter Hermanns, Erich Wahlen, Betreuer Josef Zavrsnik.


1996 - Erich Wahlen übernimmt als Spieler-Trainer

Markus Hrziwnak (Kaller SC) wird in der Saison 95/96 mit 22 Erfolgserlebnissen inoffizieller Torschützenkönig der Eifeler Bezirksligisten vor Tim Tschernay (TuS Mechernich, 19), Bernd Born (SV Sötenich, 18) und Alexander Pfeil (FC Dollendorf/Ripsdorf, 15). Im November endet vorerst die Ära Willi Küpper
der Übungsleiter heuert kurzfristig beim Landesligisten TuS Zülpich an. Als Interims-Spielertrainer stellt sich Erich Wahlen zur Verfügung.


1997 - KSC mit starken Nerven im Bezirksliga-Abstiegskampf

Zum 30. April übernimmt Jürgen Breuer (vorher TuS Mechernich) das Traineramt in Kall. Im Abstiegskampf der Bezirksliga (Staffel 4) beweist der KSC einen langen Atem: Mit 36 Punkten (11 Siege, 3 Unentschieden und 16 Niederlagen) landet die Mannschaft in der Abschluss-Tabelle doch noch auf Platz 11, 6 Punkte vor dem ersten Absteiger Alemannia Lendersdorf. Durch einen 3:1-Finalsieg über den SSV Gemünd holt der KSC seinen nächsten Titel: Kreispokalsieger 97/98.

Kaller SC 1997: Stephan Zausch, Mathias Weiler, Jens Berbuir, Ron Behra, Rudi Pütz, Markus Hrziwnak, Trainer Jürgen Breuer, Michael Wargenau, Michael Dücker, Christian Larres, Wilfried Becker, Erich Wahlen, Uwe Müller, Frank Lübbering.


1998 - 3. Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte ist perfekt

Mit 65:33 Toren bei 18 Siegen, 8 Unentschieden und nur 4 Niederlagen (62 Punkte
ein Punkt Vorsprung auf Rhenania Eschweiler) steigt der Kaller SC zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in die Fußball-Landesliga auf. Ein entscheidender Sieg in der Schlussphase der Bezirksliga-Saison gelingt ausgerechnet beim Lokal-Konkurrenten SV Sötenich (3:1).

Das Landesliga-Aufsteiger-Team: Vorsitzender Ernst Schneiders, Geschäftsführer Freddy Greuel, Trainer Jürgen Breuer, Frank Lübbering, Rainer Marquass, Falk Lodzinski, Markus Hrziwnak, Rudi Pütz, Helmut Bierschenk, Ron Behra, Alexander Mäurer, Guido Rheindorf, Manfred Reusch, Betreuer Josef Zavrsnik, Marco Gerth, Erich Wahlen, Marcus Blum, Achim Schneider, Uwe Müller, ”Maskottchen“ ”M“ Nelles, Jens Berbuir, Marco Stasiulewski.


1999 - KSC demütigt SV Sötenich mit 5:0 im Pokalendspiel

Der Kaller SC hat sich einen schlechten Zeitpunkt für den Aufstieg in die Landesliga ausgesucht: In der 17er-Liga müssen gleich vier Teams den bitteren Gang zurück in die Bezirksliga antreten. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der Rückrunde ist der Kaller SC mit dabei. Kuriosum am Rande: Vor Saisonbeginn sorgt Trainer Jürgen Breuer für Aufsehen im Fußball-Kreis Schleiden: Mit einem 27-Mann-Kader (!) nimmt der Coach die heiße Vorbereitungsphase auf. Mit einem 5:0-Erfolg im Kreispokal-Finale demütigt der Kaller SC Lokal-Konkurrent SV Sötenich. Die Tore für einen in allen Belangen überlegenen KSC erzielen Uwe Müller, Alexander Huppertz, Michael Metzele, Jörg Schmitz und Toni Schirmer.


2000 - Über den Umweg Relegation zum 4. Landesliga-Aufstieg

Über den Umweg Relegation gelingt dem Kaller SC zum vierten Mal der Sprung in die Landesliga. In der Bezirksliga-Meisterschaft muss die Breuer-Truppe allerdings dem SV Sötenich die Meisterschaft und somit den direkten Aufstieg überlassen. Als Tabellen-Zweiter qualifiziert sich der KSC allerdings für die Relegationsrunde gegen zwei weitere Bezirkliga-Zweite (Verlautenheide, Kuckum) und den Viertletzten der Landesliga (TuS Zülpich). Die Schwarz-Weißen gewinnen alle drei Spiele und feiern nach einem 4:0 gegen die nach einem großen Krach von Auflösungserscheinungen geplagte Elf des TuS Zülpich (u.a. fehlen in der Relegation die heutigen KSC-Spieler Scheer, Wargenau, Schmitz und Born) mit einer ”langen Nacht“ den Aufstieg. Mit dem SV Sötenich und dem KSC spielen somit erstmals zwei Teams aus dem Fußball-Kreis Schleiden in der Landesliga.

Im letzten Schleidener Kreispokal-Finale (Saison 2000/2001) besiegt der Kaller SC die TuS Mechernich in Dreiborn mit 5:1. Überragender Mann auf dem Platz ist Uwe Müller, dem gleich vier Tore gelingen.


2001 - Küpper-Elf souverän zum Landesliga-Klassenerhalt

Der Kaller SC spielt eine für seine Verhältnisse gute Landesliga-Saison und kommt nie ernsthaft in Abstiegsgefahr. Im ersten gemeinsamen Landesliga-Jahr landet die Küpper-Elf in der Tabelle deutlich vor Lokal-Konkurrent SV Sötenich, obwohl der SVS im direkten Vergleich (3:1, 1:1) die Nase vorn behält.

Den Landesliga-Klassenerhalt realisieren: Frank Lübbering, André Steinborn, Ron Behra, Patrick Mahwera, Frank Hück, Markus Hrziwnak, Guido Stein, Trainer Willi Küpper, Co-Trainer Uwe Graf, Betreuer Josef Zavrsnik, Jens Berbuir, Dirk Scheer, Uwe Müller, Alexander Huppertz, Dirk Karbowiak, die erst zur Winterpause verpflichteten: Bernd Born und Frank ”Hotti“ Schmitz.


Der Rückblick auf die Saison 2001/2002:

”Last minute“-Abstieg kann auch eine echte Chance sein!

Auch wenn er nicht ganz unerwartet kam: Der ”Last minute-Abstieg“ aus der Fußball-Landesliga schmerzt und will erst ”verdaut“ werden. Zu groß war das Wechselbad der Gefühle im nervenaufreibenden Saison-Finale. Nach dem 6:0 im ”Abstiegs-Endspiel“ des vorletzten Spieltages gegen den FC Düren-Niederau deutete alles auf ein weiteres Landesliga-Jahr hin, zumal der FCN in Kall zumindest in der Schlussphase regelrecht ”eingeseift“ wurde und noch höher hätte verlieren können. Mit drei Punkten Vorsprung bei einem schlechteren Torverhältnis waren die Vorzeichen vor dem Saison-Showdown in Würselen klar: Der Kaller SC brauchte noch einen Punkt für die endgültige Rettung. Eine Rechnung, die nicht aufgehen sollte: Nachdem es bis zur Pause (0:0) noch recht gut ausgesehen hatte und das Team sogar hätte führen müssen, wurde der KSC in den zweiten 45 Minuten mit 1:4 regelrecht aus der Liga geschossen. Der FC Niederau siegte wie erwartet mit 2:1 gegen Niersquelle Kuckum und sicherte sich somit aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Kaller SC (beide 23 Punkte) den Klassenverbleib.

Eine nur schwer zu nehmende Hürde

Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass der KSC der Saison 2001/2002 im Unternehmen ”Klassenerhalt mit einer blutjungen Truppe“ gescheitert ist. Der Abstieg kommt nicht von ungefähr, musste das Team doch gleich ein halbes Dutzend Mal fünf oder mehr Gegentore einstecken. Die Landesliga kristallisierte sich für die im Neuaufbau befindliche Mannschaft schnell als nur schwer zu nehmende Hürde heraus.

Die Kehrseite der Medaille: Fünf bis sechs andere Mannschaften waren auch nicht stärker als der Kaller SC. Gerade gegen die Teams aus der unteren Tabellenregion kann die Elf von Trainer Willi Küpper auf eine recht ordentliche Bilanz verweisen: Kohlscheid (2:0/3:6), Herzogenrath (3:3/2:2), Richterich (4:2/4:2), Kuckum (2:1/0:5), Niederau (1:1/6:0) = 18 Punkte aus 10 Spielen.

Die Spitzenteams der Liga waren dagegen eine andere Hausnummer. Hier blieb der KSC nahezu chancenlos und musste manche herbe Schlappe einstecken.

”St. Pauli der Landesliga“

So komisch es klingen mag: Für den Kaller SC kann der zunächst bitter anmutende Abstieg aber auch eine echte Chance sein. Eine derart junge Truppe kann sich in der Bezirksliga sicherlich besser entwickeln (vor allem im spielerischen Bereich) als in einem weiteren Landesliga-Jahr. Zumal die Saison 2002/2003 bei dann wieder drei Absteigern wohl noch ”brutaler“ geworden wäre.

”Neuverpflichtungen“ werden einmal mehr aus dem Junioren-Bereich oder aus unteren Klassen kommen, da der KSC im Vergleich mit dem Gros der Landesligisten nicht in der Lage ist, teure Spieler zu verpflichten. In punkto Etat-Planung war der KSC bereits in der abgelaufenen Saison das ”St. Pauli der Landesliga“.

Es gilt ein ehrliches Fazit zu ziehen

Für den Kaller SC gilt es somit die Lehren aus dieser knüppelharten ”Schweine-Saison“ zu ziehen. Vorstand, Mannschaft, Trainer und Betreuer sollten sich an einen Tisch setzen, um zu einem ehrlichen Fazit zu kommen. Der Neuaufbau einer Mannschaft mit echten Perspektiven macht nur dann Sinn, wenn alle bedingungslos an einem Strang ziehen und auch für Kritik empfänglich sind. Fakt ist, dass sich der KSC in der abgelaufenen Saison nicht als echte Einheit präsentiert hat. Vokabeln wie Teamgeist, Disziplin und Respekt blieben dabei allzu oft auf der Strecke.

Nur über ein von innen gefestigtes Mannschaftsgefüge kann ein ”neues“ KSC-Team wachsen, dass dann mit Sicherheit eine sehr gute Rolle in der Fußball-Bezirksliga spielen wird. Und vielleicht gelingt dann und nur dann ja auch schon recht bald die Rückkehr in die Landesliga.

Schwere der Aufgabe war von Beginn an klar

Schon vor Saisonbeginn war klar, dass auf den KSC eine ganze harte Runde zukommen würde. Trainer Willi Küpper baute zeitweise gleich sieben Nachwuchskicker, die allesamt im Jahr zuvor noch bei den A-Junioren gespielt hatten, in seine erste Elf ein. Dem frühen Pokal-Aus bei Kreisligist TuS Mechernich (0:2) folgte dann auch ein klassischer Fehlstart in der Landesliga, obwohl sich die ”KSC-Fohlen“ zumeist vielversprechend aus der Affäre zogen. So war man in Breinig und gegen Wenau nur denkbar knapp mit 1:2 unterlegen.

Mit einem 1:1-Remis beim Spitzenteam Rhenania Alsdorf kam dann so etwas wie eine kleine Wende, zumal auch das unmittelbar darauffolgende Heimspiel (4:1 gegen Rhenania Richterich) gewonnen werden konnte. Die Berg- und Talfahrt sollte sich aber fortsetzen. Es folgte am 3. November 2001 die wohl ”bitterste Stunde“ der abgelaufenen Saison: Trotz eines vielversprechenden Beginns ließ sich die Küpper-Elf bei Lokal-Konkurrent SV Sötenich nach allen Regeln der Kunst vorführen und ”kassierte“ eine 3:7-Schlappe. Nur langsam erholte sich die Mannschaft von diesem Schock nach dem wichtigen 2:1 im Heimspiel gegen den SV Niersquelle Kuckum (Tore durch Berbuir und Michael Kratz, der sich in seinem ersten Landesliga-Jahr auf Anhieb als echter ”Knipser“ bewährte) hatte der KSC dennoch bis zur Winterpause 12 Punkte gesammelt.

Außerhalb des Spielfeldes folgten weitere Rückschläge: Mit Alexander Huppertz (Abendschule) und Frank Lübbering (zurück nach Nord-Deutschland) verlor das Team wichtige Stammspieler; zudem meldeten sich auch Can Haligür und Thorsten Klinkhammer ab. Während der heißesten Saisonphase (ab März 2002) konnte sich der Kaller SC dann aber doch noch einmal mit Michael Heinen (SG Rotbachtal) richtig verstärken.

Berg- und Talfahrt auch in der Rückrunde

”Abstiegskampf pur“ in der Rückrunde
Erfolgen wie dem 4:2 in Richterich (Tore: Hrziwnak 2, Berbuir, Kratz) oder dem überraschenden 2:0 gegen den SV Breinig (Tore: Ammar, Kratz) folgten herbe Schlappen. Negativer Höhepunkt war dabei das 3:6 vor eigenem Publikum gegen den Kohlscheider BC, als sich der KSC in allen Belangen wie ein Absteiger präsentierte. Immer deutlicher kristallisierten sich für die Schwarz-Weißen zwei echte Abstiegs-Endspiele heraus. Am drittletzten Spieltag wurde die erste ”letzte Chance“ dann klassisch in den Sand gesetzt. Nach gelb-roten Karten für Born und Berbuir kam die Mannschaft bei Niersquelle Kuckum mit 0:5 unter die Räder. Nur durch den zeitgleichen 3:2-Erfolg des BC Kohlscheid in Niederau bestand noch die Chance auf den ”Last minute“-Klassenerhalt.

Punktgleich (20) reiste der FC Niederau schließlich am vorletzten Spieltag zum Schlusslicht Kaller SC. Schon vor Spielbeginn war klar, dass entweder Niederau oder Kall den bitteren Gang zurück in die Bezirksliga antreten muss. Die ersten 30 Minuten gehörten ganz klar dem Gast aus Niederau, doch ab der 35. Minute zeigte sich der KSC ”hellwach“ und siegte im Endeffekt schließlich mit sage und schreibe 6:0 (Tore: Born 2, Hrziwnak 2, Kratz, Berbuir). Das bittere Ende sollte dann nur sieben Tage später bei Rhenania Würselen folgen.


Redaktion: Bernd Born

Archiv: Peter Wagner

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